Salzburg bietet eine beachtliche Vielfalt an Pizzerien, bei denen du den Klassiker in unterschiedlichen Stilrichtungen genießt. In dieser Zusammenstellung findest du meine 7 Favoriten für die Stadt. Bei der Auswahl achte ich besonders auf die Beschaffenheit des Teigs, die Frische der verwendeten Zutaten sowie das handwerkliche Geschick bei der Zubereitung im Ofen. Dieser Überblick dient dir als Orientierungshilfe, um bei deinem nächsten Besuch eine solide Entscheidung für einen guten Pizzen-Genuss zu treffen.
Pizza in Salzburg Stadt
In der Stadt sind es fünf Adressen, die ich je nach Situation wähle. Das Casa Napoli in der Bergstraße ist meine erste Wahl, wenn es klassisch neapolitanisch sein soll: luftiger Teig, Büffelmozzarella, wenig darüber. Bei Ciro in der Robinigstraße kommt die Pizza aus dem Holzofen, und der Betrieb ist seit Jahrzehnten in Familienhand – heute steht die Tochter mit in der Küche.
Das Cosmic in der Saint-Julien-Straße kocht dieselbe neapolitanische Richtung, nur mit lauterem Abendpublikum; die Bufala dort ist mit San-Marzano-Tomaten DOP, Büffelmozzarella und Pecorino belegt. Wer mittags in der Nähe des Mirabellgartens etwas braucht, geht ins taste.it an der Auerspergstraße: Dort gibt es ein täglich wechselndes italienisches Business-Lunch, aber keine belegte Pizza. Und für den veganen Fall ist das Vegitalian in Mülln die Adresse im Profil – italienische Küche komplett pflanzlich, mit „Vegane Pizza“ im Merkmal.
Woran du die neapolitanische Schule erkennst: Der Rand ist hoch und luftig, die Mitte bleibt weich, und der Belag ist knapp. Römische Pizza ist das Gegenteil – über die ganze Fläche dünn, gleichmäßig knusprig, mit mehr Belag. In Salzburg findest du fast ausschließlich die neapolitanische Variante; Holzofen und neapolitanische Pizza sind allerdings nicht dasselbe. Ein Holzofen ist bei Ciro und im MAMMA MIA in den Profilen belegt – bei den übrigen Adressen steht dazu nichts.
Foto: Claus Wunsch
Empfehlung 1
Casa Napoli - Pizzeria & Trattoria
Italienisch · Salzburg-Altstadt · €€€
Bergstraße 21 a in der Altstadt, neapolitanische Pizza mit luftigem Teig. Meine Empfehlung im Profil ist die Pizza Bufala mit Büffelmozzarella (laut Profil 16,50 €) – für einen Abend zu zweit genauso gut wie mit der Familie.
Lokal ansehenFoto: Claus Wunsch
Empfehlung 2
Pizzeria Ciro
Italienisch · Salzburg-Schallmoos · €€€
Robinigstraße 15, Pizza aus dem Holzofen in einer der traditionsreichsten Pizzerien der Stadt. Im Profil steht die Pizza Italia mit Büffelmozzarella und Basilikum (laut Profil 13,90 €) – ein Familienbetrieb, in dem die Tochter heute mitarbeitet.
Lokal ansehenFoto: Claus Wunsch
Empfehlung 3
Cosmic Pizza
Italienisch · Salzburg-Elisabeth-Vorstadt · €€€
Saint-Julien-Straße 9, neapolitanische Pizza mit urbanem Abendpublikum. Die Pizza Bufala mit San-Marzano-Tomaten DOP, Büffelmozzarella und Pecorino steht als meine Empfehlung im Profil (laut Profil 16,50 €).
Lokal ansehenFoto: Pascal Baronit
Empfehlung 4
taste.it
Italienisch · Salzburg-Neustadt · €€
Auerspergstraße 4 beim Mirabellgarten. Pizza gehört hier zu den italienischen Klassikern auf der Karte, daneben stehen Pasta, Fisch und Fleisch. Serviert wird ausschließlich mittags von Montag bis Freitag, 11:30 bis 14:30 Uhr – am Wochenende und an Feiertagen ist geschlossen. Eine bestimmte Pizza ist im Profil nicht als Empfehlung hinterlegt; für eine Pizza in der Mittagspause ist das taste.it aber eine gute Adresse.
Lokal ansehenFoto: Claus Wunsch
Empfehlung 5
Vegitalian
Vegan · Salzburg-Mülln · €€€
Müllner Hauptstraße 26 in Mülln: italienische Küche zu 100 Prozent pflanzlich, im Profil mit dem Merkmal „Vegane Pizza“ geführt. Meine Empfehlung dort ist allerdings der vegane Burrito – für Pizza und Pasta lohnt der Blick in die Karte vor dem Besuch.
Lokal ansehenEmpfehlung 8
Josef's Riedenburg
Österreichisch · Salzburg-Riedenburg
Feinkost mit österreichischen und italienischen Spezialitäten in der Riedenburg, Tagesgerichte zum Mitnehmen, Wein, Käse und Vorbestellungen.
Lokal ansehenPizza im Salzburger Land
Zwei Adressen liegen bewusst außerhalb der Stadt, und beide lohnen die Fahrt. Nach Lamprechtshausen ins MAMMA MIA fährt man wegen des echten Holzofens und wegen eines Gastgartens, in dem man auch mit Kindern sitzen kann; die Karte geht über Pizza hinaus und nennt Cevapcici und Fisch nach Dalmatiner Art.
In Eugendorf sitzt das Basilikum mit neapolitanischer Pizza und einer Terrasse. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, ist das die unkomplizierteste Variante: Parkplätze sind im Profil vermerkt, Take Away ist möglich. Für beide gilt, was auch in der Stadt gilt – am Wochenende vorher anrufen.
Empfehlung 6
Restaurant MAMMA MIA
Mediterran · Lamprechtshausen · €€€
Arnsdorferweg 1 in Lamprechtshausen im Flachgau, mit echtem Holzofen und Gastgarten. Meine Empfehlung ist die Pizza Capricciosa mit Schinken, Champignons, Artischocken und Oliven (laut Profil 13,90 €); daneben stehen Cevapcici und Fisch nach Dalmatiner Art auf der Karte.
Lokal ansehenFoto: Claus Wunsch
Empfehlung 7
Basilikum Pizza Napoletana
Italienisch · Eugendorf · €€€
Schamingstraße 17 in Eugendorf, neapolitanische Pizza mit italienischen Zutaten und Terrasse. Als Empfehlung steht im Profil die Pizza Bologna mit Burrata, Parma-Schinken und Pesto (laut Profil 18 €) – mit dem Auto gut erreichbar, Take Away ist möglich.
Lokal ansehenWorauf es bei einer guten Pizza ankommt
Am Ende entscheidet der Boden. Ein guter Teig ist elastisch, hat Bläschen und schmeckt leicht nach Getreide – mehlig oder trocken schmeckt dagegen nichts. Beim Anheben sollte die Spitze des Stücks stehen bleiben und nicht durchhängen; in der Mitte darf die Pizza saftig sein, durchgeweicht ist ein Fehler. Am Rand, wo kein Belag liegt, siehst du, ob der Ofen heiß genug war: Er geht dort auf und bekommt dunkle Punkte, statt gleichmäßig blass zu bleiben.
Beim Belag gilt Zurückhaltung. Gute Tomatensauce schmeckt nach Tomate und nicht nach Zucker, Mozzarella wird in Stücken aufgelegt und nicht gerieben, Öl kommt erst nach dem Backen darüber. Eine Pizza trägt zwei, drei Zutaten gut – bei fünf geht die Struktur verloren. Und sie gehört sofort auf den Tisch: Sie wird nicht besser, wenn sie unterwegs ist.
Vier Dinge, die du am Tisch prüfen kannst: Ist der Rand luftig oder ledrig? Bleibt der Boden in der Mitte fest? Schmeckt die Sauce nach Tomate? Und lässt sich das Stück in der Hand halten, ohne dass der Belag herunterrutscht? Wenn ja, stimmt das Handwerk – unabhängig davon, welcher Schule das Lokal folgt.
Neapolitanisch oder römisch? Der Unterschied
Neapolitanische Pizza ist weich: Der Teig wird lange geführt, bleibt feucht und geht bei sehr großer Hitze in kurzer Zeit auf. Das ergibt einen hohen, luftigen Rand und eine Mitte, die noch saftig ist – gegessen wird sie eher mit Messer und Gabel. Belag bleibt knapp: Tomate, Mozzarella, Basilikum, Öl.
Römische Pizza ist flach ausgerollt, wird länger und kühler gebacken und ist über die ganze Fläche dünn und knusprig. Sie trägt mehr Belag und wird in Rom auch als rechteckiges Stück vom Blech verkauft, nach Gewicht. Woran du sie am Tisch unterscheidest: hoher, weicher Rand gegen gleichmäßig dünnen, knackenden Boden.