The Jigger Bar

Cocktails – die mit allen Sinnen kreiert werden

Für meine Generation ist es heutzutage in Salzburg ziemlich schwierig eine Bar zu finden, in der man sich wohlfühlen kann und erstklassige Drinks bekommt. In den meisten Lokalen tummelt sich junges Gemüse und die Barkeeper müssen erst im Rezeptbuch nachschlagen, wenn sie so einfache Mischgetränke wie einen Gin Fizz mixen sollen. Im ehemaligen Backstage, gleich neben dem Rockhouse, gibt es jetzt die Jigger Bar.

Schon beim Betreten ist mir der besondere Charakter der Jigger Bar aufgefallen. Stahlträger, Möbel und Theke – alles handgemacht. Der mehrfache Barkeeper des Jahres und ehemalige Barchef des Hangar 7, Michael Steinbacher, entdeckte durch Zufall seine neue Lokalität. Ein Freund suchte eigentlich ein Lager und fand diese Immobilie, wo es die Bar quasi gratis mit dazu gab. Kurzerhand wurde zugesagt und sofort mit der Renovierung begonnen. Dieser Umbau schien ein Martyrium zu werden, da die Substanz gewissermaßen nicht vorhanden war. In nur sechs Wochen mit viel Schmalz, Schweiß und wenig Schlaf ist Michael und drei Freunden das Unmögliche gelungen und die Bar war fertig umgebaut. Es sollte selbst gemacht, aber nicht heruntergekommen aussehen und das haben sie meiner Meinung nach geschafft. „Die Bar soll von der Atmosphäre leben“, betont der gebürtige Bayer. Nachdem die Musik eine angenehme Lautstärke hat, kann man sich bestens unterhalten – ohne dass man dem anderen ins Ohr brüllen muss. Der Wohlfühlfaktor ist dementsprechend hoch und lädt automatisch zum Wiederkommen ein. Für den Barkeeper muss der Weg immer vorwärts gehen und das soll sich auch im Angebot widerspiegeln.

Alle 2-3 Monate wird es eine neue Getränkekarte und ausgestellte Bilder (z. Zt. Simona Ledl) geben. Wobei Michael einem auch gerne spontan einen Cocktail kreiert (z. B. mit Kürbiskernöl). Er kann sich im Kopf vorstellen, ob eine Zusammenstellung schmeckt oder nicht. Beispielsweise hat er die Getränkekarte seiner ehemaligen Bar, die unbekannt.bar in der Panzerhalle, geschrieben ohne jemals eine der Kreationen vorher ausprobiert zu haben. Anregungen holt er sich meistens auf der Schranne, wo er von Geruchseindrücken inspiriert wird. Die aktuelle Getränkekarte ist nach den häufigsten Flüchen während des Umbaus benannt. So gibt es einen „Mi gfreits nimma“ oder „Ich hab Hunger“. Durch das tolle Preis-/Leistungsverhältnis kann man sich genüsslich durchkosten und spannende Drinks probieren – Klassiker sind doch langweilig. Jeder hat bei mir eine Geschmacksexplosion verursacht. Natürlich gibt es auch guten Wein, Nachos und Traunsteiner Bier, aber ich würde Gerstensaft in Form von eines Cocktail vorziehen.

Beim Namen hat er nicht lange überlegt, da ein Jigger ein Arbeitswerkzeug in der Barwelt ist. „Ausserdem klingt es nicht kantig und logisch“ fügte der sehr umgängliche Barkeeper hinzu.

Mit wem würdest du gerne heute Abend etwas trinken gehen?

Ich fände es sehr spannend mit einer untergegangenen Großkultur in Kontakt zu kommen. Ihr Sozialleben, Infrastruktur, funktionierende Kultur und Wissen begeistern mich. Michael Steinbacher

Fazit:

Mit der Jigger Bar hab ich mein neues Wohnzimmer entdeckt und lieben gelernt. Der Charme der Bar, die ausgefallenen bzw. sehr leckeren Cocktails und der Umgang mit den Gästen haben überzeugt. Mein Favorit ist übrigens der „Mi gfreits nimma …“ mit Himbeer-Pfirsich-Schaum.

 

Kontaktdaten:

The Jigger Bar

Adresse: Schallmooser Hauptstraße 44 5020 Salzburg

Telefon: 0660/4445494

Öffnungszeiten:

SO + MO: Ruhetag

DI – DO: 18 – 0 Uhr

FR + SA: 18 – 02 Uhr

Email: info@thejigger.bar

Webseite: www.thejigger.bar

Facebook: www.facebook.com/thejiggerbar.at

Speisekarte:

Credit: Raphael Lechner

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